07.02.2014

Neu motiviert...Filzschule - "die Erste"

... kaum zurück aus der Filzschule, geht es auch schon munter weiter. Fortbildung für Erzieherinnen, Herz-Filzallerlei (mein Lieblingskurs), gestern abend Experimentelles Filzen in der Oberflächengestaltung .... Aber jetzt erst mal ein Rückblick:



Es war eine tolle Woche voller Aha-Erlebnisse, in der wir das Thema "Filzen mit Naturwolle" in seiner ganzen Bandbreite erlebten. Ich habe mich ja bisher völlig an die wunderbar gefärbte Merinowolle gehalten. Umso mehr überraschte mich die große Vielfalt, die wir hierbei erlebten. Braune, beige, wollweiße, gelbliche, schwarze, hell-, mittel-, dunkelgraue Wolle, im Vlies, im Kammzug, Schafrassen wie Karakuz, Milchschaf, schwarzes Landschaf, Merino, Heidschnucke, La Plata, Wensleydale, Chubut - welch eine Vielfalt. (In den kommenden Kursen werden wir sicherlich das eine oder andere Thema mit Naturwolle umsetzen. Ich habe da schon einige Ideen ...).

Zwei wunderbaren Referentinnen führten uns durch diese Zeit:

Heidi Greb ...

..., die absolute Spezialistin für das Thema "Rohwolle". Auf ihre feinsinnige Art stellte sie uns die verschiedenen Schafrassen vor, führte uns in die unterschiedlichen Wollsorten, ihre Oberflächen-beschaffenheit und Filzfähigkeit ein, erläuterte und demonstrierte uns das Filzen ohne Seife, die Möglichkeit, mit Locken zu experimentieren und die unterschiedlichen Wollsorten interessant einzusetzen.

Inge Bauer ...


..., die Fachfrau für das Feine. Sie führte uns in das Filzlexikon ein, ließ uns Filz mit unterschiedlichen Wolldichten gestalten, unterstützte uns mit wertvollen Tipps aus ihrem großen Erfahrungsschatz und ermutigte uns stets, unseren eigenen Weg im Filz zu finden und zu gehen. Die größte und zugleich schönste Herausforderung stellte die Herstellung des transparenten Filzes dar, ein Hauch von Nichts, als Vorfilz gestaltet, fertig zu Weiterverwendung.

Zwischen den Einheiten wurden wir belohnt mit leckerem, teils schwäbischem Essen (Lensa med Schbätzla ond Soidawirschtla = Linsen mit Spätzle und Saitenwürsten), mit tollen Aussichten auf die Natur, die inspirierenden Arbeiten unserer Vorgängerinnen, und auf die gelockten "Neuhausener" Anwohner ...











Ein Exkurs in die Wollherstellung zu den Kardiermaschinen (eine aus dem Jahr 1929) vervollständigte den gesamten Block. Es war eine wahre Wonne, so viel Wolle auf einer solch riesigen Maschine zu sehen, wie die Vliese liebevoll von der Maschine gelöst werden (wie bei Edeka, genau auf's Gramm 1000!!!) und dann in exakter Handarbeit gerollt und zusammengebunden werden. In Zukunft werde ich die bestellte Wolle garantiert mit noch mehr Bedacht behandeln - in dem Wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt. 



In den kommenden Wochen werden wir wohl das eine oder andere "Läpple" für unser Filzlexikon filzen, gell? Ob Nordlicht, Franke, Schwabe oder Bayer - wir alle lachten immer wieder laut über diese Wollmuster, die uns während der ganzen Woche verfolgten. Muster, die uns den Einsatz der jeweiligen Wolle in unseren Filzbojekten sicherlich vereinfachen werden.

Bis zu unserer nächsten Einheit im Juni werden wir wohl alle immer wieder im Gedanken an diese lehrreichen Tage an unserer Arbeit hängen. In der kommenden Woche werdet Ihr die aktualisierten Kurstermine für das Frühjahr und den Sommer vorfinden sowie Vor- und Rückschauen auf diverse Kurse und Filzereien. Viel Freude dabei. Jetzt aber Euch allen ein schönes, erholsames Wochenende.


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